#wmdedgt November 2024
05.11.2024 #wmdedgt Aktivierung 5 Min.
Fünfter Tag des Monats heisst #wmdedgt bzw. Was machst du eigentlich den ganzen Tag.
6:30 Uhr
Der Wecker holt mich aus dem Traum. Auf dem Weg in die Küche fast über den Kater stolpern. Bevor ich überhaupt an meine Tasse Kaffee komme, erstmal der Fellnase Futter geben. Fünf Minuten später endlich Tasse Kaffee und Ziggi auf Terrasse.
6:45 Uhr
Morgenpflege, anziehen, eine Kleinigkeit essen und zehn nach 7 Uhr im Auto sitzen. Barriere offen, dafür stehe ich drei Ampelphasen lang an der Baustelle. Ich zähle wie von allen anderen Seiten jeweils an die 20 Autos bei Grün durchkommen, auf meiner Seite sind gerade mal 5.
7:50 Uhr
Ankunft am Arbeitsort, ein paar Bewohnende, die unterwegs zum Zmorge sind, begrüssen. Privates Handy gegen Arbeitshandy tauschen, Agenda nehmen und an PC. Mails und Termine checken, to do list für heute machen. Ganz wichtig: Bestellung für morgen in der Küche abgeben. Ich will dann mit den Bewohnenden frische Obst-/Gemüsesäfte zubereiten.
8:45 Uhr
Morgenrapport mit allen Bereichsleitern. Heut unspektakulär, keine nennenswerten Infos.
9:10 Uhr
Meeting und Austausch mit PDL wird anschliessend mit einer kurzen Ziggipause beendet.
9:50 Uhr
Schnell einen Jogurth als Znüni.
10:00 Uhr
Parat im Aktivierungsraum. Auf dem Morgenprogramm steht Spielemorgen, voll verpennt, etwas vorzubereiten. Lege ein Memory mit alten TV-Stars und das ABC DRS3 (jetzt SRF3) Spiel aus. Hole noch einen Bewohner aus dem Stübli. Mit fünf Bewohnenden läuft die Stunde. Das ABC-Spiel finden sie immer uh lässig. Zwischendurch fällt mir ein, Bestellung für die Küche abzugeben. Fuck, vergessen.
11:05 Uhr
Fix zum PC gesprintet, Bestellung ausgedruckt, in Küche geflitzt. Jaja, ich weiss, ich bin mit der Bestellung dran. Sie haben aber zum Glück alles für morgen da, den Ingwer muss ich nur selber kaufen, da die Bestellungen bereits raussind.
11:15 Uhr
Raclette-Woche: gleich finden sich die für heute angemeldeten Bewohnenden im kleinen Speisesaal ein. Passenderweise lasse ich über Spotify Raclette-Musik (De Schacher Seppli, D’r Hudigägeler und oh läck du mier) laufen. Einige Bewohnenden werden während dem Essen mitsingen und ich wundere mich über meine besser werdenden Lyrikkenntnisse. Das Essen ist fein, alle haben den Plausch, aber irgendwann sind die Bäuche voll. Helfe beim Aufräumen, dann hat das Servicepersonal nicht noch extra zu tun.
12:25 Uhr
Kafi und Ziggi. Zuviel Raclette gegessen. Aber wie aufhören, wenn’s so fein ist.
12:35 Uhr
Nochmals an den PC, Programm für’s Gedächtnistraining ausarbeiten. Thema heute: die Zeit: ein paar biografische Fragen wie z.b. ob sich die Bewohnenden an die erste Armbanduhr erinnern, ein Quiz, Sprichwörter zum Thema ala Morgenstund hat Gold im Mund und verdrehte Liedertitel wie Hoch auf der gelben Kuckucksuhr.
13:00 Uhr
Rapport im Stationsbüro der Pflege. Erhalte Einladung für’s Weihnachtsessen. Kool
13:25 Uhr
Besuche einen Bewohner, er braucht Hilfe beim Einkaufen. Also begleite ich in zum Coop. Da kann ich eben noch den Ingwer für morgen besuchen.
14:10 Uhr
Nochmals an den PC, Feinschliff für die Notizen für das Gedächtnistraining.
14:50 Uhr
Back in sä Aktivierungsraum. Die ersten Bewohnenden treffen ein, hole noch andere auf der Station ab. Grosse Runde, alle haben Spass, die Stunde ist schnell um. Vor allem fand ich die Antworten berührend auf die Frage: Wohin sie mit einer Zeitmaschine reisen würden. Aber auch wie gut sie sich noch an ihre ersten Armbanduhren erinnern können und diese beschreiben konnten. Ich weiss von meiner nur noch, dass ich dachte, ich hätte sie beim Sportunterricht verbummelt, bis ich sie Monate später im Schreibtischkästli wiederfand.
15:10 Uhr
Ein letztes Mal an den PC, protokollieren, to do list checken. To do list für morgen schon beginnen: Weihnachtsdeko checken, Esel für Samichlausbesuch bestätigen, Wochenplan schreiben und drucken, Flyer erstellen, Anfragen von Musikern beantworten.
16:40 Uhr
Heimfahrt. Zweimal rotweissquer und dann 15 Minuten an unsrer Baustellenampel stehen. Stelle beim Warten fest: Hui, der Schwedenpanzer hat 360.000km geknackt.

17:30 Uhr
Daheim. Falle schon wieder fast über den Kater. Wann ist der mal nicht hungrig? Hundini begrüsst mich mit einem Ohrschlappern. Mein bestelltes Buch ist da. Der Mann und ich haben vor, Surselvisch zu lernen. Er hat dank Französischunterricht in der Schule einen Vorteil, ich durch meinen Sprachkurs in Italienisch an der Migros Klubschule. In 110 Tagen können wir es dann testen, wenn wir wieder in Grischun weilen.

18:30 Uhr
Kurze Hunderunde um den Block. Anschliessend Znachtessen, danach sicher knitflixen.