Angsttagebuch

13.07.2018 Emetophobie 2 Min.

Und gleich nochmal Gedankenmüll wegen meiner Angststörung. Denn nach zwei Tagen Pausen geht es bei der Kleinen nun auch los. Bämm, so schnell wach bin ich selten. Ich wurde durch ihr Husten wach, den Mann hörte ich sagen «jetzt geht es bei ihr auch los» und trug sie fort ins Bad. Während er sie sauber machte, putzte ich die Spuren bis ins Bad weg. Die Schüssel trifft sie natürlich mit ihren zwei Jahren noch nicht. Sie schläft noch bei uns im Bett, zwischen uns. Manchmal auf einem. Horrorszenarien im Kopf. Ein Kind, dass sich über einem erbricht. Mich wieder dazu legen kann ich nicht. Denn meine Panik ist da. Aber so richtig. Mit dem zweitem Mal Erbrechen kommt die Angst noch mehr in Fahrt. Auf der einen Seite wünsche ich mir fast, dass ich es auch bekomme, damit die Ungewissheit weg ist auf der anderen Seite möchte ich am liebsten weg. Egal, wohin. Hauptsache raus. Aber ich kann den Mann und schon gar nicht mein krankes Kind allein lassen. Die Angst raubt mir jede Möglichkeit, rational zu denken und rational zu handeln. Wieder einmal sitze ich da, verfluche diese verdammte Emetophobie. Ich dachte, ich hätte sie im Griff. Ich will das nicht mehr.

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